Aktion "Zukunft säen 2016"

, von Ekkehart Schmidt
















In diesem Jahr hat Bio-Lëtzebuerg die mittlerweile traditionsreiche Aktion ZUKUNFT SÄEN am 2. Oktober auf dem Bio-Lëtzebuerg-Demeter-Betrieb Kass-Haff organisiert, einem von etika unterstützten Betrieb.

Die Geste des Getreide-aussäens per Hand ist das ureigene Symbol der Landwirtschaft für Nahrungsmittel- und Saatgutsouveränität. Wer das Saatgetreide hat, kann die Menschen ernähren.

Die Aktion ZUKUNFT SÄEN versteht sich aber auch als Botschafter für Gentechnikfreiheit und Zugänglichkeit zum Saatgut als freie Entscheidung der Landwirte, ohne Diktat multinationaler Konzerne und deren Patente auf Lebendiges. In diesem Gedanken trafen sich die Menschen auf dem Kass-Haff, um gleichzeitig einen wertvollen Teil der landwirtschaftlichen Arbeit selber zu erfahren und mit zu gestalten, denn das ist der Grund, weshalb bei ZUKUNFT SÄEN von Hand gesät wird. Dadurch entsteht mehr Bewusstsein für die landwirtschaftlichen Zusammenhänge und Verständnis für die Arbeit auf einem Biobetrieb.

Nachdem Tom Kass auf dem Feld diese Zusammenhänge dargelegt hatte (Foto oben rechts), gab er die Anweisungen, wie die Aussaat von Hand in der Praxis aussieht. Danach wurde eifrig gesät und alle Sämänner und-frauen bestätigten ihre Teilnahme mit der Unterschrift auf einem Banner, welches auf dem Kass-Haff ausgestellt wird.

Nach getaner Arbeit fuhr man gemeinsam auf den Kass-Haff zurück, um das ZUKUNFTSBROT, welches aus dem Dinkel gebacken wurde, der im Vorjahr gemeinsam auf dem Hof der Familie Dormans in Fischbach ausgesät worden war, anzuschneiden. Damit wurde auch in diesem Jahr der Kreislauf aus Säen-Ernten-Essen geschlossen und durch die Neuaussaat erneut begonnen.

Mit dieser tiefen Symbolik hat die Aktion ZUKUNFT SÄEN auch in diesem Jahr wieder viele Menschen zusammengebracht und den Kreislaufgedanken, der für die Biolandwirtschaft so bezeichnend ist, weitergeführt. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Daniela Noesen, Bio-Lëtzebuerg asbl, Pressemitteilung vom 13. Oktober 2016