Aktionen zu Kopenhagen (9.-13.12.09)

, von Ekkehart Schmidt

Um zu verhindern, dass die Verhandlungen von Kopenhagen keinen echten Erfolg haben, ist es von enormer Bedeutung, dass die Industrieländer ambitionierte Vorschläge machen, insbesondere was die Reduktion des Ausstosses von CO2 und die Bewilligung von Geldern angeht, mit denen Klimaschutzmassnahmen umgesetzt werden können.

Eine Woche vor Beginn der entscheidenden Verhandlungen hat die EU noch keine Entscheidung über ein ausreichendes Engagement gefällt. Die 30 luxemburgischen Organisationen, die sich im Bündnis "Votum Klima" zusammen geschlossen haben (darunter etika) haben daher Premierminister Jean-Claude Juncker am 9. Dezember 2009 gemeinsame Forderungen übermittelt (Foto).

Auch an den folgenden Tagen, bevor in Kopenhagen die großen Entscheidungen getroffen werden, versammeln sich weltweit Menschen zu Mahnwachen und anderen Aktivitäten, um um ihren gewählten Vertretern den Ernst der Lage deutlich zu machen.

In Luxemburg wird während dieses Wochenendes auf Einladung von "180 Grad" eine Veranstaltung auf der Place Clairefontaine stattfinden. Unter dem Motto "Kopenhagen Plage" wird ein Ort angeboten, wo jeder seine Ermutigungen, Sorgen, Forderungen oder Zweifel an der europäischen und luxemburgischen Klimapolitik ausdrücken kann:

Freitag, 11. Dezember 2009, 10.00 – 18.30 Uhr
Samstag, 12. Dezember 2009, 13.00 – 18.30 Uhr
Sonntag, 13. Dezember 2009, 13.00 – 18.30 Uhr

Am Sonntag, dem 13. Dezember, erreichen die Klimaverhandlungen in Kopenhagen ihren Höhepunkt. Um 15 Uhr – zum Abschluss eines ökumenischen Gottesdienstes im Dom von Kopenhagen – werden die Kirchen in Dänemark ihre Glocken 350mal läuten lassen. Christen in der ganzen Welt werden eingeladen, sich ihnen anzuschließen. Auch in Luxemburg werden die Glocken für Klimagerechtigkeit läuten:

Sonntag, 13. Dezember 2009, 15 Uhr – Luxemburg

Diese Initiative wird in Luxemburg unterstützt vom Rat christlicher Kirchen, der katholischen Kirche, Bridderlech Deelen, der Caritas und "180 Grad". Die Kirchenglocken werden landesweit von 15 bis 15.15 Uhr läuten, um die Sorge und Aufmerksamkeit der Christen für die Bewahrung der Schöpfung zum Ausdruck zu bringen und die Teilnehmer am Kopenhagener Klimagipfel aufzufordern, die ihnen übertragene Verantwortung offensiv im Sinn von Solidarität und Nachhaltigkeit wahrzunehmen. Mehr Infos hier und hier.

"Fir weltwäit Klimagerechtegkeet", eine gemeinsame Stellungnahme des Katholikenrats und des Umweltreferats der Erzdiözese Luxemburg zum Klimagipfel in Kopenhagen findet sich hier.