Etika investiert in SIDI

, von Ekkehart Schmidt

Nachdem sich etika in der Vergangenheit bereits bei verschiedenen Institutionen wie Alterfin, Filstrans und den LMDF durch Eigenmittel aus unserem Beteiligungsfonds (das heißt keine Ersparnisse des alternativen Sparkontos) engagiert hat, haben wir im Sommer 2017 einen Betrag von 50.000 Euro in die französische Mikrofinanzinstitution SIDI investiert.

Seit 2001 ist etika Mitglied der Genossenschaft Alterfin, einem belgischen Verein, der sich weltweit in der Mikrofinanz engagiert. Wir haben dort 52.000 Euro investiert. Seit 2009 ist etika auch mit 10.000 Euro Aktionär des grenzüberschreitenden Fonds Filstrans. Dieser investiert in das Kapital von Firmen der Großregion, die einen hohen sozialen Mehrwert erwirtschaften (Wiedereingliederung von Arbeitslosen oder Übernahme einer Firma durch die Mitarbeiter). Etika beteiligt sich im Investitionskomittée an diesen Entscheidungen. Dies ist bei unserem Engagement für den Luxembourg Microfinance and Development Fund (LMDF) nicht der Fall. In diesen innovativen Fonds, einem Produkt von öffentlicher Hand und privatem Kapital, haben wir seit 2010 einen Betrag von 200.000 Euro investiert.

Die Organisation „Solidarité Internationale pour le Développement et l’Investissement“ (SIDI) wurde 1983 von der französischen Entwicklungs-NGO CCFD-Terre Solidaire gegründet, um deren Potenzial in der ökonomischen Entwicklungsarbeit zu stärken. Seitdem hat SIDI mit über 100 Finanzinstitutionen in über 30 Ländern in Afrika, Lateinamerika, Asien und dem Nahen Osten Partnerschaften aufgebaut, um kleine und mittlere Produzentenorganisationen zu unterstützen. SIDI hat sich dabei spezialisiert auf die technische Beratung und Unterstützung von Mikrofinanz-Institutionen unter anderem in den Bereichen Governance, Erstellung von Businessplänen, Ausbildung der Mitarbeiter/innen, aber auch Erarbeitung von „Social performance Analysen“ in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Führende Mitarbeiter von SIDI, dessen Sitz sich in Paris befindet, sind etika seit über einem Jahrzehnt persönlich bekannt.

Die Investition in das Grundkapital von SIDI erfolgte aus einer ähnlichen Motivation heraus, wie derjenigen, die bei Alterfin und dem LMDF eine Rolle spielte: Da etika ursprünglich mit dem alternativen Sparkonto bevorzugt in die Sektoren Soziales, Ökologisches und Nord-Süd-Kooperation investieren wollte, letzterer Bereich jedoch mangels Kreditanfragen stark an Bedeutung verloren hat, sollte dies durch die Investition von Eigenmitteln gewissermassen „ausgeglichen“ werden.

Artikel vom 15. November 2017