Filmvorführung Capitalism : a love story (24.11.09)

, von Ekkehart Schmidt

etika , in Kooperation mit ASTM, Biolabel, Co-Labor, Demeter Bond, Haus vun der Natur, Inees, Inter-actions, Mouvement écologique, Steftung Oeko fonds, Transfair Minka und Transform Luxembourg

freut sich, in einer Sondervorstellung den neuesten - wie immer äusserst subjektiven - Dokumentarfilm von Michael Moore zu präsentieren:

2009, Länge: 2,06 Std., Originalversion (amerikanisch) untertitelt in Französisch

Dienstag, 2. November um 19 Uhr im UTOPIA
(16 avenue de la Faïencerie)
Achtung: Eine telefonische Platzreservierung ist nicht möglich. Wir empfehlen daher, rechtzeitig vor Beginn der Vorführung Karten zu kaufen.

Rezensionen zum Film:

"Das US-Wirtschaftssystem, sagt der Filmemacher Michael Moore, sei eine Tragödie klassischen Ausmasses. Doch immerhin lässt er das Publikum ein wenig Hoffnung schöpfen.

Der neue Michael Moore ist nicht so lustig. Die Landschaft von Flint, Michigan, präsentiert sich trostloser denn je. Und der Filmemacher selbst lässt bei seinen gewohnten kleinen Auftritten im eigenen Film seine gesamte Physiognomie hängen, Tränensäcke, Backen, Kinn und Bauch. «Ich weiss nicht, wie lange ich das noch machen kann», klagt er einmal im Off.

Nun könnte man sagen, das sei alles eine Frage des Alters. Sowohl die typisch moorschen Dokumentarfilmmethoden und -tricks wie auch der Regisseur seien in die Jahre gekommen. Die polemischen Konfrontationen mit dem Gegner, die clownesken Einlagen des Regisseurs und die einfühlsamen, bisweilen etwas rührseligen Porträts der «kleinen Leute», die bösen Machenschaften zum Opfer gefallen sind, hätten ihre Publikumswirksamkeit verbraucht. Doch vielleicht ist es nicht so sehr der Dokumentarist, sondern das Objekt seiner Begierde, das verhasste und geliebte Amerika, das die besten Zeiten hinter sich hat.

In früheren Filmen hat Superman Michael Moore spezifische Bösewichte bekämpft: den Automobilkonzern General Motors («Roger & Me», 1989), die Waffenlobby («Bowling for Columbine», 2002) George W. Bush («Fahrenheit 9/11», 2004), das US-Gesundheitswesen («Sicko», 2007). Doch im neusten Streifen entgleitet ihm das «Heartland», der gute patriotische Kern, den er vor üblen Einflüssen retten will. Das System ist bis ins Innerste verrottet. Der Kapitalismus hat die USA zu dem gemacht, was sie heute sind, und nun muss Moore zugeben: Der Kapitalismus kann nicht reformiert, er kann bloss noch eliminiert werden."
Lotta Suter, AG Friedensforschung an der Universität Kassel

Like most of his movies, Capitalism is a tragedy disguised as a comedy; it’s also an entertainment.
New York Times

By returning to his roots, professional gadfly Michael Moore turns in one of his best films.
Variety

Moore sees our abusive relationship with capitalism as a growing plague.
His movie, a genuine and welcome rabble-rouser, lays out the history of how democracy got corrupted.
Rolling Stone

Moore’s scattershot is a lot more interesting than some filmmakers’ focus,
and many of those individual parts are classic.
Los Angeles Times