TOTAL THEATRE Treffen: "Das Geld" am 14.11.2014

, von Ekkehart Schmidt

Seit geraumer Zeit kooperieren verschiedene Partnertheater der Großregion unter dem Label „Total Théâtre“. Ziel ist es, sich in der künstlerischen Arbeit besser kennenzulernen, den Austausch zu intensivieren und damit den Rahmen grenzüberschreitender kultureller Zusammenarbeit zu erweitern. Mehr zum Projekt hier.

Das TotalTheaterTreffen (TTT), das erste interregionale Theatertreffen in Europa, ist ein Höhepunkt des Programms des von etika und der BCEE finanzierten Projekts TOTAL THEATRE. Es wird zum ersten Mal vom 14. - 30. November 2014 in Luxemburg und Thionville stattfinden. Geplant als Biennale versteht TTT sich als Schaufenster von Produktionen aus der Großregion. Es soll ein repräsentativer Begegnungsort für Künstler und Publikum geschaffen werden.

Vielfältig präsentiert sich das Programm von aktueller britischer Dramatik (David Harrowers „Blackbird“) bis zur modernen Klassik (Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“). Ein Highlight ist sicher das Gastspiel von Jane Birkin, Michel Piccoli und Hervé Pierre mit einem Gainsbourg-Abend in Trier. Neben den Aufführungen ergänzen Lesungen, Symposien und Workshops das Festivalprogramm.

Dem Saarländischen Staatstheater kommt dabei die Ehre zu, mit Dagmar Schlingmanns überzeugender Inszenierung von Emile Zolas Roman „Das Geld“, am 14. November um 20 Uhr das Festival in Thionville zu eröffnen:

Paris 1863. Hinter dem Getümmel der Börse versteckt sich Aristide Saccard, der Bruder des Ministers Eugène Rougon, der, nachdem er Pleite gemacht hat, von einer triumphalen Rückkehr auf den Markt träumt. Der Roman von Émile £Zola aus dem Jahr 1891 ist von einer brennenden Aktualiutät. Die überzogene Gier Saccards stellt einen Archetypen dar, der nicht gealtert ist: den eines undurchdringlichen Finanzdschungels, der mehr denn je erblüht, wo es, um es mit Gordon Gekkos Worten aus dem Film "Wall Street" zu sagen, "die Habgier gut ist, die Habgier gerecht ist, die Habgier bezahlt".