Vortrag von Marie Louise Duboin (07.10.09)

, von Ekkehart Schmidt

In Verbindung mit dem Theaterstück "Contes de la richesse - Le radeau de la monnaie", das am 6. Oktober in den CarréRotondes aufgeführt wurde, luden etika und die Fondation Caritas zu einer Vortragsveranstaltung ein, die sich ebenfalls dem Thema des sozialen Wertes von Geld widmet: Marie Louise Duboin sprach am Mittwoch, 7. Oktober (20 Uhr) in den CarréRotondes in Luxemburg-Hollerich zum Thema „Mais où va l’argent?“

Woher kommt das Geld? Was ist seine Rolle? Wer entscheidet über das Entstehen von Geld? Diese Fragen erscheinen relativ einfach zu beantworten, doch ist nur wenigen bekannt, dass manchmal eine simple Unterschrift von Verantwortlichen privater Organisationen ausreicht, dass aus dem Nichts Kredite vergeben und damit Geld geschaffen wird. Mairie Louise Duboin, emeritierte Professorin verschiedener Universitäten und Direktorin des sozioökonomischen Magazins „La Grande Relève“, erläuterte, wie es dazu kam, dass diese enorme Macht - über die selbst Staaten nicht wirklich verfügen - entstanden ist.

Und sie stellte Alternativen vor, durch die Geld wieder zu einem Instrument sozialer Beziehungen werden kann, insbesondere durch die Nutzung von Komplementär- bzw. Sozialwährungen wie beispielsweise dem in Bayern 2003 eingeführten Chiemgauer. Zu letzterem wurde auch ein kurzer Dokumentarfilm gezeigt.