„tupperware etika“

, von Ekkehart Schmidt

17 Solidarsparer haben bei unserer Befragung im Sommer 2008 Interesse gezeigt bzw. den Wunsch geäußert, etika, das Alternative Sparkonto oder die Sozialfinanz in ihrem Umfeld bekannter zu machen. Ein erstes dazu dienendes Treffen – nach einer Premiere 2007 - hat etika-Präsidentin Magali Paulus Ende November 2008 organisiert.

Damit sollte keineswegs nachgeahmt werden, was unter dem Namen „Tupperware-Party“ weltbekannt ist: Eine Verkaufsveranstaltung, bei der durch die Beurteilungen einer Vertrauensperson deren Bekannte mit sanftem Druck zum Kauf verleitet werden. Solche Praktiken sind unter den Begriffen Netzwerk- und Empfehlungsmarketing oder auch Strukturvertrieb bekannt. Sie haben besonders deshalb einen schlechten Ruf, weil es vielen schwer fällt, einem Kauf des angepriesenen Produkts zu widerstehen. Die Ursprungsidee dieser Vertriebsform basiert auf dem Vertrauen, das Menschen ihnen bekannten Personen entgegenbringen. Sie beruht auf der Annahme, dass Kunden, die mit einem Angebot außergewöhnlich zufrieden sind, Empfehlungen aussprechen.

Magali Paulus hatte fünf Verwandte, Freunde und Arbeitskollegen zum Abendessen eingeladen. Im lockeren Gespräch mit zwei etika-Mitarbeitern wurde dabei in aller Ruhe auch über das alternative Sparkonto und die Sozialfinanz gesprochen. Alle Beteiligten empfanden den Abend als sehr interessant, vor allem, weil es möglich war, den Mechanismus des alternativen Sparkontos in Ruhe kennen zu lernen. Ob in den kommenden Wochen einer der Gäste zur Spuerkees ging, um ein Konto einzurichten, wissen wir nicht. Wir sind zufrieden, dass es gelang, Interesse an alternativen Sparformen zu wecken.

Und die Kürbiscremesuppe war göttlich.
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Auch die Solidarsparerin Lilly Schmit-Eischen lud als Gemeinderätin von Contern und Präsidentin der Umweltkommission am 11. Juni 2009 zwei etika-Mitarbeiter ein. Allerdings nicht zu sich nach Hause, sondern in das Gemeindezentrum Oetrange: Den Mitgliedern der Umweltkommission wurden die Prinzipien der Sozialfinanz und der Mechanismus des alternativen Sparkontos erläutert. Anschliessend wurde überlegt, ob und wie auch Kommunen bei sozialen und ökologischen Investitionsvorhaben in den Genuss einer solchen Zinsvergünstigung kommen könnten.
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Am 20. April 2010 hat die Gemeinschaft Christlichen Lebens (CVX) ein Dutzend Mitglieder und Freunde in den Annex der Schule Um Fieldgen eingeladen, um sich zum einen durch etika-Mitarbeiter in Ruhe das alternative Sparkonto erklären zu lassen, zum anderen durch Marilène Oberlin (ADA) Möglichkeiten der Investition in Mikrofinanzfonds - insbesondere dem neuen LMDF - erläutern zu lassen. Dazu gab es Bio-Traubensaft der Caves Sunnen-Hoffmann zu trinken.

Falls auch Sie einen solchen Abend für Freunde oder Ihre Organisation organisieren möchten: Kontaktieren Sie uns!