Etika ist Mitglied bei...

, von Ekkehart Schmidt



















Neben der engen Zusammenarbeit mit der BCEE im Rahmen des alternativen Sparkontos und der Kooperation mit Bâloise Assurances Luxembourg ist oder war etika Mitglied in einer Reihe von Organisationen und Arbeitsgruppen:

ALFI-Arbeitsgruppe

Etika nahm mehrere Jahre aktiv an den gemeinsamen Aktivitäten der Mitglieder der ALFI teil, bei denen das Sensibilisieren der Akteure des hiesigen Finanzplatzes für ein sozial verantwortliches Investment im Vordergrund steht. Neben der Organisation von Konferenzen wurde das Label LuxFlag (das früher von etika geförderte Projekt LuxMint), mit dem Fonds gekennzeichnet werden, die nach sozial verantwortlichen Auswahlkriterien arbeiten, aufgewertet. Seit 2014 sind wir hier nicht mehr aktiv, weil wir uns striktere und kohärentere Massnahmen wünschen würden.

Alterfin

Seit 2001 ist etika Mitglied der Genossenschaft Alterfin, einem belgischen Verein, der sich weltweit in der Mikrofinanz und im fairen Handel engagiert. Wir haben dort 52.000 Euro an Eigenmitteln investiert.

Attac Luxembourg

Attac ist die französische Abkürzung für “Vereinigung zur Besteuerung von Finanz- transaktionen im Interesse der BürgerInnen”. Ausgehend von der ursprünglichen Forderung, die so genannte Tobin-Steuer (eine Steuer zur Eindämmung kurzfristiger Börsenspekulation) international einzuführen, setzt sich die weltweit aktive Organisation heute für eine frei, sozial und ökologisch gestaltete Globalisierung ein. Die luxemburger Attac-Gruppe wurde 1999 gegründet. Gemeinsam mit Attac organisieren wir seit 2012 die Dokumentationsfilmreihe "Le monde en doc".

Investitionskomittée von FILSTRANS

Filstrans ist ein grenzüberschreitender Fonds, der in das Kapital von Firmen der Grossregion investiert, die einen hohen sozialen Mehrwert erwirtschaften (Wiedereingliederung von Arbeitslosen oder Übernahme einer Firma durch die Mitarbeiter) . Etika ist seit 2009 durch den Einsatz einer Summe in Höhe von 10.000 Euro Aktionär von FILSTRANS und beteiligt sich im Investitionskomittée an dessen Entscheidungen.

Forum ETHIBEL

Das Forum ETHIBEL entstand aus der 1992 gegründeten unabhängigen belgischen Beratungsagentur für sozial verantwortliches Investment, ETHIBEL. Sie berät Banken und Broker, die ethische Sparkonten und Investmentfonds anbieten. Zur Sicherung der Qualität dieser Finanzprodukte in Belgien hat ETHIBEL ein eigenes Qualitätslabel entwickelt. Etika war von 2004-2016 in der Person unseres Koordinators Jean-Sébastien Zippert Mitglied im Verwaltungsrat des Forum Ethibel und beteiligte sich an der Entwicklung des Labels.

Change Finance

Der auf Initiative von Finance Watch in Brüssel gegründete Dachverband von Initiativen für mehr Ethik in der Finanz, Change Finance, bemüht sich darum, das Handeln von Kapitalmärkten mit Blick auf mehr Nachhaltigkeit zu verändern. Insbesondere werden Investoren informiert und dabei unterstützt, mit ihren Investments einen echten Impact zu erreichen. Wir sind im Oktober 2018 Mitglied geworden.

Initiative pour un devoir de vigilance au Luxembourg

Die Covid-19 Krise hat uns auf dramatische Weise vor Augen geführt, in welchem Maße Transparenz und Sorgfalt in globalen Lieferketten in unser aller Interesse liegen. Gerade in der aktuellen Gesundheitskrise ist es wichtig, Menschenrechte entlang der Lieferketten in den Fokus zu nehmen. Denn gerade in den ersten Stufen vieler Lieferketten sind viele arbeitenden Menschen aufgrund von fehlender Absicherung besonders gefährdet. Die aktuelle Krise bietet – trotz ihrer verheerenden Auswirkungen – die Chance, aktuelle « Geschäftsmodelle » zu überdenken um einen wirtschaftlichen Neuanfang zukunftsfähiger zu gestalten. Unternehmen sollten weltweit in vielen Wirtschaftsbereichen bessere Systeme zum Risikomanagement aufbauen, die auch in Krisenzeiten Lieferengpässe verhindern können. Wenn dabei Transparenz und Sicherheit in den Lieferketten angestrebt werden, so sollten gleichermaßen ökonomische wie auch menschenrechtliche und ökologische Risiken in den Blick genommen werden. DieInitiative pour un devoir de vigilance au Luxembourg, bei der etika mit 15 weiteren Akteuren der Zivilgesellschaft unter Federführung der ASTM seit 2018 mitwirkt, setzt sich für entsprechende gesetzliche Verpflichtungen luxemburgischer Unetrnehmen ein.

Fossil Banks

etika ist im November 2018 Mitglied der US-amerikanischen Initiative Fossil Banks (No Thanks!) geworden. Sie untersucht insbesondere die Investitionen von Banken in fossile Energieträger, um so Aufmerksamkeit für klimaschädliche Investitionen zu erzeugen, aber auch diese für eine Veränderung ihrer Investitionen zu sensibilisieren. Zu diesem Zweck erzeugt die Initiative starken öffentlichen Druck.

INAISE, die International Association of Investors in the Social Economy

Der internationale Verbund (INAISE) wurde 1989 als globales Netzwerk von sozial und ökologisch orientierten Finanzinstitutionen gegründet. Durch INAISE haben im Laufe der Jahre sozial orientierte Investoren von Norwegen bis Südafrika und von Costa Rica bis Japan ihre Kräfte bündeln können, Erfahrungen ausgetauscht und die Entwicklung von Organisationen und Unternehmen fördern können, die sozial verantwortliche Projekte umsetzen. Etika ist seit 2004 Mitglied und sehr regelmässig auf den Jahrestagungen vertreten, deren letzte 2017 in Warschau/ Polen durchgeführt wurde (mehr zu den Tagungen 2009 in Schifflange und 2010 in Brüssel hier). Von Mai 2012 bis Mai 2015 war etika-Mitarbeiter Ekkehart Schmidt Mitglied im INAISE-Verwaltungsrat, von September 2012 - Januar 2014 auch Schatzmeister und Beauftragter für Kommunikation, von Februar 2014 bis Januar 2015 war er INAISE-Koordinator.

Institute for Social Banking

Das Institute for Social Banking (ISB) ist ein Netzwerk von Institutionen aus dem Bereich soziel-ökologischer Finanzinstitute und bietet diesen neben Forschungsarbeiten insbesondere Fortbildungen, Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch und eine jährliche Summer School". Da Etika-Mitarbeiter das Führungspersonal des ISB seit vielen Jahren über die gemeinsame Mitgliedschaft bei INAISE kennen, wurde 2018 entschieden Mitglied zu werden. Unser Foto oben zeigt ein ISB-Seminar in Kopenhagen, an dem ein etika-;Mitarbeiter 2017 teilnahm. Für 2021 planen wir die gemeinsame Durchführung einer "Summer School" in Luxemburg.

Der Luxembourg Roundtable on Microfinance / InFINe

Der Luxembourg Round Table on Microfinance (LRTM) entstand 2003 aus dem Wunsch und dem Bedürfnis danach, die in Luxemburg tätigen Institutionen zusammen zu führen, die in der Entwicklung und Vermarktung von Produkten der inklusiven Finanzierung tätig sind. Zu diesen gehören NGOs wie ADA, SOS Faim, Caritas und Cercle des ONG (die auch Gründungsmitglieder von etika sind) sowie Ministerien, Verbände wie ALFI und ATTF sowie die Agentur Lux Development. Die Besonderheit dieses Verbundes liegt in den individuellen Erfahrungen, die jedes Mitglied einbringt: von theoretischen Ansätzen bis zu praktischen Erfahrungen in der Finanzierung oder Umsetzung von Mikrofinanzprojekten. Die Zusammenarbeit ermöglicht einen gemeinsamen Lernprozess durch gegenseitiges Coaching und Best practise-Austausch, öffnet aber auch viele Möglichkeiten zur Entwicklung zukünftiger Projekte. Eine Broschüre stellt die Ziele und Mitglieder des LRTM kompakt dar (als PDF hier einsehbar). Der Roundtable ist im Februar 2014 in einen Verein "Inclusive Finance Network Luxemburg" (InFINe) umgewandelt worden (mehr dazu hier). etika hat sich entschieden, dort nicht mehr mitzuwirken.

Luxembourg Sustainable Finance Initiative (LSFI)

etika hat in mehreren Sitzungen 2019-20 bei dieser Ende 2018 gegründeten Public-Private-Partnership-Initiative des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur mitgewirkt, deren Ziel es war, eine Strategie für nachhaltige Finanz in Luxemburg zu entwickeln. Nach Konsulationen mit der Finanzindustrie und der Zivilgesellschaft wurde in Zusammenarbeit mit UNEP eine Roadmap mit einer durchaus anspruchsvollen Vision erarbeitet, wie zur Agenda 2030 und den Zielen des Paris Agreement beigetragen werden kann.

Meng Landwirtschaft

Seit Januar 2014 ist etika Mitglied bei der Initiative Meng Landwirtschaft – Mäi Choix. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von 14 luxemburgischen Vereinen, der sich für eine Neuausrichtung der luxemburgischen Landwirtschaft einsetzt. Die Plattform will kritische Fragen in Bezug auf die aktuelle Landwirtschaftspolitik aufwerfen, nationale wie auch europäische und internationale Zusammenhänge begreiflich machen und eine nachhaltige Perspektive entwickeln. 2017 erschien ein von der Plattform ausgearbeiteter Bericht zum Thema. 2018 stand im Zeichen der Erarbeitung von Wahlforderungen, seitdem geht es um den forcierten Ausbau der Bio-Landwirtschaft. Mehr dazu hier

NewB

Von 2013 bis 2019 hat etika die Subskriptions-Kampagne für NewB unterstützt: einer genossenschaftlich organisierten neuen europäischen Bank belgischen Ursprungs, deren Ziel es ist, die reale Wirtschaft zu unterstützen. Als einzige luxemburgische Institution haben wir Genosenschaftsanteile in Höhe von 7000 Euro erworben. Im November 2019 gelang es, genügend Eigenkapital zu acqurieren und die Genehmigung zur Gründung zu erhalten. NewB visiert an, bis Ende 2020 operationabel zu sein. Mehr dazu hier

Nyuko

Ziel des Vereins Nyuko ist es, in Luxemburg das Unternehmertum fördern, start-ups in ihrem unternehmerischen Projekt herauszufordern und von der Idee bis zur Markteinführung zu begleiten. Nyuko ist ein Verein ohne Gewinnzweck der in 2015 infolge einer Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen gegründet wurde. Nach Auslaufen des Programms 1,2,3 GoSocial berät etika im Rahmen desIMPULS-Programms in gleicher Weise bei Nyuko Gründer/innen und wirkt bei der Jury mit. Ein bekanntes Beispiel ist "Ouni".

Votum Klima

Votum Klima" ist eine Anfang 2009 gegründete Initiative von Caritas Luxemburg, Action Solidarité Tiers Monde, Mouvement Ecologique und Greenpeace, der sich etika mit 30 anderen Organisationen angeschlossen hat. Die Initiative will aufzeigen, dass die klima- und energiepolitische Kehrtwende Luxemburgs möglich ist. Dazu braucht Luxemburg

  • Politiker/innen, die den Mut haben, innovative Wege zu gehen, und sich der globalen Verantwortung in Sachen Klimaschutz und globale Gerechtigkeit zu stellen.
  • die Unterstützung aller gesellschaftlichen Akteure wie der Öffentlichkeit, um die künftigen politischen Entscheidungsträger von der Notwendigkeit dieser Kehrtwende zu überzeugen.
  • Bürger/innen, die Klimaschutz als neue Chance für unsere Gesellschaft, als Beitrag zu mehr Lebensqualität und einer gerechteren Welt erkennen.

2020 unterstrich Votum Klima die zentrale Forderung einer ambitionierten Klimaschutzpolitik der Regierung, insbesondere, dass die Investments des Fonds de Compensation (FDC) u.a. in Bezug auf Klimaschutz und Menschenrechte nach ethischen Kriterien vollzogen werden sollten. Schauen Sie hier einen Film über Votum Klima (youtube).

Artikel vom 18. November 2008, zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2020