Flüchtlingshilfe und Upcyling – die diesjährigen Projekte des etika-Preis

, von Ekkehart Schmidt

















Zum achten Mal in Folge, hat die asbl etika verschiedene Luxemburgische Initiativen aus dem Bereich sozial-ökologische Mehrwertschöpfung mit Preisen bedacht.

Wie jedes Jahr, benannte etika dabei jeweils zwei Preisträger in zwei Kategorien. Die erste Kategorie bedenkt Projekte welche durch die Spuerkeess und etika zinsvergünstigt finanziert worden sind (Alternativkredite), die zweite Kategorie, Projekte bei denen das nicht der Fall ist (unabhängige Projekte). Die Preise in Höhe von je 2.000 Euro, wurden am 31. Juli im Saal Ermesinde der Spuerkeess durch die Umweltministerin Carole Dieschbourg, in Anwesenheit von Françoise Thoma, Directeur Général der Spuerkeess, verliehen.

In der Kategorie Alternativkredite wurde die Luxemburger NGO Comité pour une Paix Juste au Proche Orient ausgezeichnet. Ihr Projekt ermöglicht eine psychosoziale Unterstützung für Kinder im Westjordanland, die unter den bewaffneten Konflikten leiden. Das Projekt wird vom Kooperations- und Außenministerium kofinanziert.

In der Kategorie unabhängige Projekte, ging der etika-Preis an die asbl Digital Inclusion, die es jedermann erlaubt Zugang zu den Informationstechnologien zu bekommen, dabei wird vor allem versucht Flüchtlingen eine Hilfe zur Inklusion anzubieten, auch indem das Angebot besteht Upcycling-Techniken im Bereich der neuen Technologien zu erlernen. Das Projekt ist daher nachhaltig und sozial, es inkludiert Neuangekommene und versucht elektronische Geräte länger nutzbar zu machen.

Neben den beiden Hauptpreisen wurden zwei lobende Erwähnungen, im Wert von jeweils 500 Euro, ausgesprochen. In der Kategorie Alternativkredit, wurde das Unternehmen Ama-Munu-Technologies ausgezeichnet. Das Unternehmen bereitet Flüssignebenprodukte der Landwirtschaft wieder auf und gewinnt so neben sauberem Wasser auch Düngemittel, ohne dabei viel Energie einsetzen zu müssen.

Die zweite lobende Erwähnung in der Kategorie unabhängige Projekte wurde dem Projekt Sleeves Up, der asbl Touchpoints zuteil, welches zum Ziel hat Neuankömmlinge dabei zu unterstützen ihre eigenen Talente für sich nutzbar zu machen. Dies soll gelingen durch ein Zusammenspiel von Selbstbefähigung und Ausbildung, sichergestellt durch ein individualisiertes Mentoring.

Die Präsidentin von etika, Magali Paulus, lässt wissen : „Wir sind stolz, solche sozial und ökologisch wertvolle Projekte unterstützen zu können, die zeigen, dass es in Luxemburg Akteure gibt die Nachhaltigkeit in das Zentrum ihrer Arbeit stellen. Des Weiteren, sind drei der Preisträger im Bereich Flüchtlings- und Migrationshilfe tätig, was uns froh stimmt. Dies ermöglicht eine andere Perspektive auf diese Bevölkerungsgruppen einzunehmen, als eine welche aktuell häufig in den Medien kursiert. Auch zeigt dies, dass eine Hilfestellung zur Übernahme von Selbstverantwortung für Migranten – seien sie Palästinisch oder Luxemburgisch – eine Investition ist, von der wir alle profitieren.“

Lesen Sie dazu einen Artikel im Luxemburger Wort

Fotos: Flavie Hengen (BCEE).

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Artikel vom 7. August 2018, kktualisiert am 4. September 2018