Radtour zu Akteuren der Transition-Bewegung (18. Mai)

, von Ekkehart Schmidt



















"Die Landschaft in aller Ruhe vorbeigleiten lassen, ohne Hektik, ohne Stress und ohne Stau. Sich an der frischen Luft bewegen, Muße haben, Land und Leute kennen lernen. Zeit haben zum Entspannen und dazu noch das gute Gefühl, etwas für die eigene Gesundheit getan zu haben. Radwandern heißt mit allen Sinnen genießen."
(Monique Goldschmit, Velosophie)

Auch 2019 bieten wir in Kooperation mit Velosophie ganztägige Radtouren durch landschaftlich reizvolle Regionen Luxemburgs an, bei denen jeweils ein bis zwei Projekte mit sozialer und ökologischer Zielsetzung besucht werden:

Unsere erste Tour (ausgebucht) beschäftigt sich am Samstag, 18. Mai mit dem Thema "Transition-Bewegung". Was ist das eigentlich? Was treibt deren Akteure an? Und was wird hierzulande konkret umgesetzt? Zur Antwort auf diese Fragen werden wir zunächst in gemütlicher Weise von Luxemburg nach Esch/ Alzette radeln und dort das "Haus der Transition" (Mesa), einen Gemeinschaftsgarten sowie das Upcycling-Projekt "Benu-Village" besuchen.

Zunächst wollen wir uns einen von mehreren Escher Gemeinschaftsgärten anschauen: urbane Mitmachgärten auf städtischem Gelände, bei deren Aufbau und Pflege auch Menschen ohne grünem Daumen mitwirken können. Auch an den Früchten des gemeinsamen Tuns kann jeder teilhaben. Es geht hier aber nicht nur um das Gärtnern an sich - einer der ältesten, aber verloren gegangenen Leidenschaften der Menschheit -, sondern auch darum, aufzuzeigen, dass Gemüse nicht im Supermarkt wächst.

Dies ist auch als Vorbereitung der "postfossilen Zeit", in der wir nicht mehr billig und über Nacht Obst und Gemüse per Lkw aus dem Mittelmeerraum herbeischaffen können, gedacht. Wir Städter sollten einen Teil unserer Nahrung wieder lokal herstellen.

Anschliessend essen wir in der Mesa vegetarisch zu Mittag, ehe uns weitere Aspekte der Transition-Philosophie und konkrete Aktivitäten insbesondere der Initiative CELL erläutert werden: von Repair-Cafés und Tauschbörsen über das Projekt "REconomy" über Züchtungen einheimischer Samen bis hin zum ökologischen Bauen.

Nachmittags besuchen wir das Benu-Village, ein Projekt zur nachhaltigen Herstellung von Bekleidung aus recycelten Textilien. Hier werden Prinzipien der zirkulären Ökonomie, von Upcycling, Sharing Economy und Zero Waste erprobt (mehr dazu hier). Je nach Zeitreserve radeln wir noch ein Stück weiter, ehe es per Zug zurück geht.

Treffpunkt um 9 Uhr ist der Bahnhof Luxemburg. Wir kommen per Zug gegen 17.30 Uhr zurück.

Anmeldung: etika asbl, 55. Av. de la liberté, L-1931 Luxemburg, Tel.: 29 83 53, velotour@etika.lu (bitte geben Sie bis zum 16. Mai mittags Ihren Namen sowie eine Telefonnummer an und nennen uns Ihre Präferenz: vegetarisches Essen oder mit Fleisch).

Die Teilnahme ist - bis auf das Mittagessen - kostenlos.

Artikel vom 2. Mai, aktualisiert am 15. Mai 2019