Sparkonten für Kinder

, von Ekkehart Schmidt

Im November 2011 wurden wir von einer Solidarsparerin gefragt, ob es auch möglich sei, Alternativsparkonten für Kinder einzurichten.

Die Antwort ist ein uneingeschränktes Ja. Da Eltern in der Verantwortung stehen, ihre Kinder an den Umgang mit Geld langsam und behutsam heranzuführen, ist es auch sehr sinnvoll, für die eigenen Kinder ein Sparkonto einzurichten. Kinder unter 18 Jahren sind selbst nicht voll geschäftsfähig. Sie dürfen keine Verträge, z.B.
einen Kontovertrag, eigenständig abschließen. Es ist dazu immer die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Solche Konten
können übrigens nicht nur von Eltern, sondern auch von Großeltern und Paten (selbst ohne verwandtschaftliche Beziehung) für ein Kind
eingerichtet werden.

Ab dem Schulalter sind Kinder eingeschränkt geschäftsfähig. Sie können durch Einzahlung angesparten Taschengeldes oder von Geldgeschenken wichtige Lernerfahrungen machen.

Die genannte Mutter zweier Kinder hatte noch ein spezielles Anliegen: Da ihre Kinder durch die Beteiligung an einem Filmprojekt ein höheres Honorar verdient hatten, wollten die Eltern dieses Geld zugriffssicher bis zum 18. Geburtstag sperren. Auch dies ist bei Alternativsparkonten möglich.

Mit dem Wunsch nach einer Zugriffssperre sind die genannten Eltern nicht alleine. Während früher zur Geburt, zur Taufe oder zum Geburtstag Kindern früher von Verwandten und Bekannten vor allem mehr oder weniger nützliche Sachgeschenke übergeben wurden, erkennen Familien seit einigen Jahren, dass ein Sparkonto für Kinder Sinn macht. Als frühzeitig abgeschlossene Geldanlage dient sie dem Nachwuchs schon in jungen Jahren zur finanziellen Vorsorge. Wer sogar schon ein Sparkonto für ein Baby eröffnen möchte, kann von der Geburt an selbst mit geringen monatlichen Einzahlungen auf das Kindersparkonto einen wichtigen Beitrag für das Leben eines Heranwachsenden erbringen.