Bio-Bauernhof Erny Wilhelm

, von Jean-Sébastien Zippert
















Der Biobauernhof von Erny Wilhelm und seiner Familie hat 2005 einen Investitionskredit in Höhe von 50.000 Euro auf eine Laufzeit von 10 Jahren erhalten. Damit wurde eine Anlage zur Einsammlung und Wiederverwertung von Kuhmist finanziert.

Bereits seit 1988 ist der Hof in der landwirtschaftlichen Produktion ökologischer Produkte tätig. Die entsprechenden Kriterien sind von der Vereinigung für biologischen Landbau Luxemburg definiert. Es handelt sich um einen Familienbetrieb mit damals 4 Personen: Erny, seine Frau Sanny, ihr Sohn Christian und eine Angestellte. Heute haben Sohn Christian mit seiner Frau den Betrieb übernommen. Insgesamt haben sie 30 Milchkühe (Foto oben) und 1.000 Hühner. Ihr Hof hat eine Grösse von 75 Hektar. 50 davon sind Weiden, auf 15 Hektar wird Getreide angebaut, und auf weiteren 10 Hektar wächst Klee.

Die Anlage dient dazu, den Mist zu sammeln, der bisher nicht wiederverwertet worden ist, was bei starkem Regen oft zu Überschwemmungen geführt hatte. Die Jauche kommt dann als natürlicher Dünger zum Einsatz.

Neben dem landwirtschaftlichen Betrieb hat die Familie Wilhelm auch einen urspünglich kleinen Bioladen, wo sie ihre eigenen Produkte verkaufen, wie Milch, Eier oder auch Äpfel und anderes Obst und Gemüse aus dem biodynamischen Gemüsegarten (Demeter-Gütesiegel) von Hugo Krinjse Locker, der ebenfalls Kreditnehmer eines alternativen Kredits ist. Dieser Laden ist in den Jahren 2015/16 im Zuge der Sanierung des Hauses stark vergrösserrt worden (Fotos rechts).

Im Juli 2008 feierte die Familie bei einem Tag der offenen Tür im Hofladen une einem Hoffest 20 Jahre Biolandbau. Ein Höhepunkt - neben Biospeisen und Animationen für Gross und Klein - war der Auftritt eines Zymbal-Orchesters.

Kontakt:
Erny Wilhelm, Biohaff Wilhelm, 91, rue du Kiem, L- 8328 Kapellen, Tel.: 30 90 12, Fax: 30 52 33

Öffnungszeiten des Bioladens:
Dienstag: von 9 bis 12 und von 14 bis 19 Uhr
Freitag: von 14 bis 19 Uhr
Samstag/ Sonntag: von 9 bis 12 Uhr

Artikel vom 12. Oktober 2006, letzte Aktualisierung am 17. Juli 2017