Biologischer Landbau

  • Stellungnahme der Zivilgesellschaft zur Agrarreform der EU

    , von Ekkehart Schmidt

    Gute Lebensmittel, Gute Landwirtschaft – Jetzt! Wir, die unterzeichnenden Organisationen, sind davon überzeugt, dass die bisherige Agrarpolitik der EU gescheitert ist, da sie derzeit nur im Interesse Weniger, aber zum Nachteil der Mehrheit der Bevölkerung, der Bäuer*innen und des Planeten wirkt. Der Nahrungsmittel- und Landwirtschaftssektor der EU trägt direkt zur verschwenderischen Nutzung begrenzter globaler Ressourcen bei und schadet der Umwelt, indem er Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Überfischung, Entwaldung, Bodenerosion, Wasserknappheit sowie Wasser- und Luftverschmutzung (...)
  • Nico Wirth: Rinderzucht im Nebenerwerb

    , von Ekkehart Schmidt

    Dippach ist eine kleine Gemeinde im Kanton Capellen, 13 km westlich von Luxemburg-Stadt. Gemeinsam mit den Ortsteilen Bettingen, Schouweiler und Sprinkingen beläuft sich die Einwohnerzahl zwar auf gut 4100, aber das eigentliche Dorf hat nur 990 Einwohner, von denen die wenigsten hier geboren sind. Durch die Nähe zu Luxemburg-Stadt sind hier in den vergangenen Jahrzehnten viele Hundert Menschen zugezogen. Entlang der Route du Luxembourg reihen sich heute Dutzende Villen und Residenzen. Durch die Suburbanisierung hat der Ort zwar seinen dörflichen Charakter verloren, aber es gibt durchaus (...)
  • Aktion "Zukunft säen 2016"

    , von Ekkehart Schmidt

    In diesem Jahr hat Bio-Lëtzebuerg die mittlerweile traditionsreiche Aktion ZUKUNFT SÄEN am 2. Oktober auf dem Bio-Lëtzebuerg-Demeter-Betrieb Kass-Haff organisiert, einem von etika unterstützten Betrieb. Die Geste des Getreide-aussäens per Hand ist das ureigene Symbol der Landwirtschaft für Nahrungsmittel- und Saatgutsouveränität. Wer das Saatgetreide hat, kann die Menschen ernähren. Die Aktion ZUKUNFT SÄEN versteht sich aber auch als Botschafter für Gentechnikfreiheit und Zugänglichkeit zum Saatgut als freie Entscheidung der Landwirte, ohne Diktat multinationaler Konzerne und deren Patente auf (...)
  • Bio-Haff Reitz

    , von Ekkehart Schmidt

    Von Lieler aus, einem kleinen Dorf mit 230 Einwohnern oberhalb des Ourtals im Nordosten von Luxemburg, kann man bei klarem Wetter Deutschland und Belgien auf einen Blick sehen. Hier, am Dreiländereck nahe Weiswampach, befindet sich der alteingesessene Familienbetrieb Reitz-Kromer. Ein Sohn der Familie, Josy Reitz (Foto), wird nun - wie schon seit vielen Generationen praktiziert - den Betrieb fortführen. Allerdings nicht mehr konventionell: Er möchte den in 3. Generation von den Eltern übernommenen Hof, der auf die Herstellung von Bio-Agrarfrüchten sowie Milch und Fleisch spezialisiert ist, (...)
  • Lagerhalle für den Bio-Hof Fischbach-Reiff

    , von Ekkehart Schmidt

    Den Bio-Bauernhof Fischbach-Reiff im kleinen Dorf Enscheringen/ Enscherange nördlich von Wilwerwiltz im Ösling kennen wenige Luxemburger. Das idyllisch im Tal der Klierf gelegene Dorf mit seinen 166 Einwohnern ist eher für seine Mühlen bekannt. Aus den Feldern der höher gelegenen Umgebung stammen allerdings die Zutaten für zumindest ein wohlbekanntes Produkt. Auf einer Fläche von 42 ha werden Brotgetreide (z. B. Roggen), Buchweizen, Kartoffeln, Feldgemüse (z. B. Rote Bete und Zwiebeln) sowie Senfkörner angebaut. „Aus unseren Senfkörnern wird der BIOG-Senf hergestellt und aus unserem Buchweizen (...)
  • Wenn Umdenken - dann richtig!

    , von Ekkehart Schmidt

    Lesen sie hier einen Beitrag von Daniela Noesen (Bio-Lëtzebuerg): Die Situation in der Landwirtschaft ist „verheerend“. Da ist es legitim, dass die Landwirte nach alternativen Einkommensmöglichkeiten suchen und dies so einfach wie möglich gestalten wollen. Das ist nachvollziehbar - aber bitte nicht auf Kosten der Biolandwirtschaft! Der Ruf nach breiter Einführung der Teilumstellung der Betriebe auf biologische Landwirtschaft wird lauter. Daher an dieser Stelle einmal zu den Fakten: Laut der EU-Bio-VO ist die Teilumstellung eines Betriebes grundsätzlich möglich. Der zugehörige Gesetzestext (...)
  • Neubau des Clees-Haff

    , von Ekkehart Schmidt

    Seit elf Jahren betreibt Sylvie Clees aus Steinsel einen Bio-Betrieb, wo sie Obst und Gemüse anbaut. Auf lokalen Märkten wie auf dem Knuedler und dem Glacis in Luxemburg, aber auch in Diekirch und Ettelbrück ist der Stand des Familienbetriebs seit Langem ein vertrauter Anblick. Weit über 50 Produkte, überwiegend regionaler Herkunft, hat sie im Angebot. Aus eigener Produktion finden sich hier Salate, Frühlingszwiebeln, Kohlrabi, Kartoffeln, Zwiebeln, Rhabarber, Radieschen und Kräuter sowie Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Mirabellen und Äpfel, die sie mit ihrem Mann auf ihrem 60 Hektar (...)
  • Sandrine Pingeon: Direktvermarktung in Münsbach

    , von Stéphanie Majerus

    « Ich bin sehr zufrieden mit meinem Konzept der Direktvermarktung, also dem Verkauf meines Gemüses im eigenen Hofladen. Es ermöglicht mir selbst zu bestimmen, welches Obst und Gemüse ich anbaue“, erklärt die munsbacher Gemüsegärtnerin Sandrine Pingeon. Die Produktionsunabhängigkeit sei aber nicht der einzige Vorteil. „Niemand diktiert mir meine Preise, denn ich verkaufe an keine Zwischenhändler“, betont Sandrine. Außerdem sei die Vermarktung der kurzen Wege auch unter einem ökologischen Gesichtspunkt sinnvoll: Sprit für die Transportwege wird eingespart und wenig bis keine Verpackungen fallen an. Vor (...)
  • Biomilch aus Bascharage

    , von Stéphanie Majerus

    Die ersten Milch-Aufbereitungsmaschinen sind bereits Ende November in Niederkerschen bei Bascharage installiert worden, seit Januar 2016 können die luxemburgischen Bio-Bauern ihre Milch an die neue BIOG-Molkerei abliefern. Die BioG-Molkerei in einer ehemaligen Metzgerei in der Industriezone "Op Zaemer" gewährleistet einen fairen Preis von 0,47€ pro Kilo für die heimischen Milchbauern – zum Vergleich: ein konventioneller Landwirt erhält zurzeit etwa 0,23€ (Stand: Juli 2016) Die neugegründete BIOG-Molkerei s.à r.l., die die Verarbeitungsstelle in betreibt, untersteht der Leitung von Volker Manz, (...)
  • Matgé-Stolz: Ein neuer Biobauernhof in Dondelingen

    , von Stéphanie Majerus

    Bisher deckt die luxemburgische Bio-Eierproduktion erst 40% der hiesigen Nachfrage ab. In dem beschaulichen Äischdall wird es jedoch ab diesem Herbst in Luxemburg einen Legehennen-Standort mehr geben. Denn in Dondelingen stellt das junge Landwirtpaar Philippe Matgé und Isabelle Stoltz seit 2013 auf biologische Landwirtschaft und wird voraussichtlich ab Mitte Oktober ihre Bio-Eierproduktion angehen. „Die 3000 Hühner werden zusätzlich zum Stall 1,2ha Auslauffläche zur Verfügung bekommen“, erklärt das Landwirtpaar. Hühner lebten ursprünglich in Wäldern und fühlen sich in unter Bäumen und (...)

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